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Unbeantwortete Themen | Aktive Themen Aktuelle Zeit: Fr 3. Sep 2010, 18:27

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36-jähriger Kölner vermisst
Erster ungelesener Beitrag 36-jähriger Kölner vermisst
Poster:  Onlineredaktion
Forum: News Room
BeitragMi 1. Sep 2010, 15:09
Neue Beiträge
Köln (ots) - Markus M. wird seit Montag, den 2. August vermisst. Er verließ seine Wohnung in Köln-Vingst, um zur Arbeit zu gehen.

Am Abend des selben Tages hatte der Vermisste letztmalig Kontakt zu seinen Eltern. Hier teilte der 36-Jährige telefonisch mit, er sei
bei Freunden in Ehrenfeld zum Grillen eingeladen. Am 3.August wurde der Mann durch Bekannte im Bereich des Friesenplatzes in einer
Straßenbahn gesehen. Danach verliert sich seine Spur.

Markus M. wird wie folgt beschrieben:
-173 Zentimeter groß
-schlank
-dunkle Augen
-kurze, mittelblonde Haare
-deutliche Akne-Narben im Gesicht

Die Polizei fragt:

- Wer hat Markus M. seit dem 2. August gesehen, oder kann Hinweise zu seinem Aufenthaltsort geben?
- Wer kennt ...

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50-jähriger Schwimmer im Neckar vermisst
Erster ungelesener Beitrag 50-jähriger Schwimmer im Neckar vermisst
Poster:  Onlineredaktion
Forum: News Room
BeitragMi 1. Sep 2010, 15:07
Neue Beiträge
Mannheim - 50-jähriger Schwimmer im Neckar vermisst

Zu einem größeren Sucheinsatz von Polizei, Feuerwehr und DLRG kam es heute Mittag auf dem Neckar.

Gegen 11.30 Uhr hielt sich dort ein 50-jähriger Mannheimer auf innerstädtischer Seite, im Bereich des Museumsschiffes, mit einigen
Bekannten am Uferbereich auf.

Nach dem gemeinsamen Konsum von Alkohol entledigte sich der offenbar stark betrunkene Mann seiner Kleider und begab sich zum
Schwimmen in den Neckar.

Als einer seiner Begleiter bemerkte, dass der 50-Jährige drohte unterzugehen, begab er sich ebenfalls ins Wasser. Obwohl er den
50-Jährigen noch kurz zu fassen bekam, gelang es ihm nicht, ihn ans Ufer zu bringen.

Während der ebenfalls betrunkene Bekannte das Ufer erreichen konnte, ging der 50-Jährige nach ...

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Öffentlichkeitsfahnung wiederrufen
Erster ungelesener Beitrag Öffentlichkeitsfahnung wiederrufen
Poster:  Onlineredaktion
Forum: News Room
BeitragDi 31. Aug 2010, 18:13
Neue Beiträge
Hannover - Die Polizei hatte mit einer Öffentlichkeitsfahnung nach dem als vermisst gemeldeten 73-jährigen
Ernst Schollmeyer gesucht. Nun ist der Mann wieder "aufgetaucht".

Der Senior war seit dem 25.08.2010 gegen 13:00 Uhr aus seiner Wohnung in Laatzen abgängig gewesen (wir berichteten). Durch Hinweise
wurde nun bekannt, dass er sich bereits vor einigen Tagen zur medizinischen Behandlung in eine Klinik begeben hatte und auch
derzeit dort noch aufhältig ist.

Hinweis an die Redaktionen: Wir bedanken uns für die Bildveröffentlichungen in Ihren online-Portalen und bitten nun um
entsprechende Löschung. / ste


Originaltext: Polizeidirektion Hannover

Die Daten zu diesen Vorgang sind gelöscht.

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Patient aus Krankenhaus vermisst
Erster ungelesener Beitrag Patient aus Krankenhaus vermisst
Poster:  Onlineredaktion
Forum: News Room
BeitragDi 31. Aug 2010, 15:04
Neue Beiträge
Vermisster leblos aufgefunden

Kamp-Lintfort - Wie bereits berichtet, wurde seit Montagnachmittag ein 77-jähriger Mann aus dem
St.-Bernhard-Krankenhaus vermisst.

Der Kamp-Lintforter, der stationär behandelt wurde, war zuletzt gegen 15.30 Uhr im Krankenhaus gesehen worden.

Im Rahmen der intensiven Suchmaßnahmen wurde der 77-Jährige nach einem Hinweis einer Passantin heute Nachmittag tot an der Fossa
Eugeniana an der Rheinberger Straße aufgefunden. Hinweise für ein Fremdverschulden am Tod des Kamp-Lintforters haben sich bisher nicht
ergeben.

Originaltext: Kreispolizeibehörde Wesel

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Suche nach vermisster Person ergebnislos abgebrochen
Erster ungelesener Beitrag Suche nach vermisster Person ergebnislos abgebrochen
Poster:  Onlineredaktion
Forum: News Room
BeitragDi 31. Aug 2010, 13:52
Neue Beiträge
Plön - Die seit Sonntagnachmittag andauernde Suche nach dem 18-jährigen Jungen aus Preetz, der zusammen mit seiner Freundin in
einem Faltboot auf dem Trammer See bei Plön gekentert war, ist heute um 15.00 Uhr ergebnislos eingestellt worden.

Seit Sonntagnachmittag suchte ein Großaufgebot von Rettungskräften auf dem Wasser nach dem Vermissten. Ein Hubschrauber mit
Wärmebildkamera, sowie ein Personensuchhund, der auch menschliche
Gerüche im Wasser feststellen kann, kamen zum Einsatz. Eine große Anzahl von Tauchern verschiedener Organisation und der Polizei
suchten immer wieder die Unglücksstelle ab. Dazu teilten die Einsatzkräfte den ...

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Was ist zu tun, wenn Seniorinnen und Senioren vermisst werde
Wichtige Hinweise zum Vermiste...
an Mi 25. Aug 2010, 17:45 von: Jürgen Arndt
Gelesen: 3


Was ist zu tun, wenn Seniorinnen und Senioren vermisst werden?

Wichtige Hinweise zum Vermistenfall

Von Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss


Der Begriff des demographischen Wandels wird in verschiedenen Zusammenhängen immer wieder in der Öffentlichkeit diskutiert. Auch die Polizei muss erkennen, dass die Altersentwicklung der Menschen unmittelbar auf ihre Arbeit Einfluss nimmt.

Ältere Menschen leiden häufig unter Gedächtnisstörungen und Orientierungslosigkeit. Diese Auffälligkeiten sind bei Demenzkranken besonders stark ausgeprägt.Nicht selten verlassen solchen Mitmenschen ihren unmittelbaren Lebensbereich und finden krankheitsbedingt nicht mehr zurück. Sie sind durch ihre Hilflosigkeit erheblichen Gefahren ausgesetzt. Diese Gefahren verstärken sich, insbesondere während der kalten Jahreszeit
oder wenn eine regelmäßige Medikamenteneinnahme notwendig ist.

Im Jahr 2009 waren 44 Menschen über 60 Jahren im Rhein-Kreis als vermisst gemeldet. 23 Frauen und 21 Männer. 11 Personen waren über 80Jahre alt. Alle Personen konnten ohne größere Gesundheitsschäden wieder aufgefunden werden.
Wenn die Polizei informiert wird, haben die Angehörigen oder die Betreuer und Pfleger in der Regel schon alle möglichen Anlaufstellen im Nahbereich überprüft. Für die Ordnungshüter ist wichtig, so schnell wie möglich umfassende Informationen zur vermissten Person zubekommen. Es sollte nicht zu lange mit der Benachrichtigung der
Polizei gewartet werden. Suchmaßnahmen in der Dunkelheit sind wenig Erfolg versprechend.

Wer mit Menschen zu tun hat, die aufgrund ihrer Erkrankung zum potentiellen Vermisstenfall werden können, (dies sind Angehörige aber auch Pflegende in Heimen) kann sich auf den "Ernstfall" vorbereiten.

Das Vorhalten eines aktuellen Lichtbildes ist sinnvoll.

Auch sollte der ältere Mensch immer ein eingeschaltetes Handy dabei haben. Die Telefonnummer des Mobiltelefons ist für die Polizei ebenfalls hilfreich.

Name und Anschrift in Kleidung eingenäht erleichtern die Arbeit, wenn eine orientierungslose Person aufgegriffen wird, deren Identität ansonsten nicht zu ermitteln ist.

Gewohnheiten, übliche Tagesabläufe und vor allem auch frühere Bezugspunkte und ehemalige Wohnanschriften sind wichtige Informationen

Jeder, der eine orientierungslose Person erkennt, sollte sich kümmern und die Polizei verständigen.

Wie bereits angedeutet, kann es bei der Suche nach vermissten Personen um Leben und Tod gehen. Daher ist der polizeiliche Aufwand bei solchen Einsatzlagen Personal- und Kostenintensiv.

Starke Polizeikräfte werden zusammengezogen, Hundertschaften angefordert. Fast immer sucht die Besatzung eines Polizeihubschraubers aus der Luft und am Boden unterstützen besondersausgebildete Hunde die Einsatzkräfte.

Die Polizei im Rhein-Kreis Neuss möchte für das Thema "Vermisste Senioren" sensibilisieren und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.
Auswahlkriterien für den angehende Mantrailing Suchhund
Anatomie, Gesundheit und Sozia...
an Fr 21. Mai 2010, 20:24 von: Jürgen Arndt
Gelesen: 50


Auswahlkriterien für den angehende Mantrailing Suchhund


von Jürgen Arndt

Unter Berücksichtigung Rasse spezifischer Eigenheiten und deren Problematiken gibt es gewisse Auswahlkriterien für den angehenden Mantrailing Suchhund. Es ist also möglich, aus einem großen Pool von Bewerbern eine Auswahl zu treffen. Hierbei sollten folgende Kriterien Beachtung finden. Die körperlichen (anatomischen und medizinischen) und die psychischen (Wesen, Temperament). Diese Erkenntnisse sind für die Ausbildung wichtig und helfen die Ausbildung auf das Individuum besser auszurichten.
Kriterien des Mantrailing-Suchhund

• Ausdauernd Gehfreudig, keine Sprintleistungen erforderlich
• Vorwärtsdrang, auch in unangenehmen Gelände (Dickicht, Steilhang)
• Keine besondere Härte erforderlich
• Verträglichkeit soweit erforderlich, als dass sich der Hund nicht von anderen
Hunden von der Arbeit ablenken lässt (Leine!)
• Körperbau nebensächlich
• Geschlossenes Auge (Dornen)
• Fell dicht (Dornen), Kurz/Rauh-/Stock-/Langstockhaar, langhaarige verfilzen
• Geringe Einschränkungen der Sehleistung tolerierbar, Arbeit auch bei Taubheit möglich
• Herz, Lunge o.k.
• Gelenke weitgehend o.k., Hund muss sich auch in schwierigem Gelände
ausdauernd in ruhigem Tempo bewegen können.

Meines Erachtens sind Eignungstests, die an einem Stichtag abgenommen werden ungeeignet.
Sicherlich mag der erste Eindruck, den das Bewerberteam hinterlässt, auch eine Art Eignungstest sein. In den meisten Fällen jedoch sollte man dem Anwärter eine Probezeit einräumen, auch wenn gewisse Zweifel bestehen sollten. So umgeht man weitgehend die Gefahr einer tagesform- und stressbedingten Fehlleistung und einer damit verbundenen ungerechten Beurteilung des Bewerber´s.

Die eigentliche Eignung zeigt sich erst in der Kontinuität der Ausbildung und im Zusammenspiel von Aufgaben bedingter Situationen. Bei mangelnder Eignung wird während einer Probezeit zumeist der Hundeführer selbst erkennen, dass er / oder sein Hund nicht für eine Ausbildung zum Mantrailing- Suchhundeteam geeignet ist.
Der Beagle
...
an Sa 20. Mär 2010, 06:54 von: Jürgen Arndt
Gelesen: 41


Der Beagle

Schulterhöhe: 33-40 cm
Anerkannt durch: FCI
FCI Gruppe: 6 Lauf- und Schweisshunde


Die Geschichte des Beagle ist verschwommen. In der Kolonialzeit wurden Laufhunde des Beagleschlags in den Vereinigten Staaten eingeführt, wobei die Typen weit auseinander lagen. Erst weitere Importe Ende des 19. Jahrhunderts aus England brachten mehr Einheitlichkeit in das Erscheinungsbild des Beagle. Die Geschicklichkeit des Tieres, der Fährte zu folgen, hat zu sehr reger Nachfrage nach diesen Hunden als Jagdgefährten geführt.
Besonderheit:
Leider werden Beagle noch immer als Versuchstiere für medizinische Forschungen benutzt. Er ist ein ausserordentlich beliebter Haus- und Familienhund. Ein fröhlicher Hund, dessen wesentliche Bestimmung es ist, zu jagen, vornehmlich Hasen, indem er der Spur folgt. Unerschrocken, äußerst lebhaft, mit Zähigkeit und Zielstrebigkeit. Aufgeweckt, intelligent und von ausgeglichenem Wesen. Liebenswürdig und ohne Anzeichen von Angriffslust oder Ängstlichkeit. Als Mantrailing Hund findet man den Beagle bei der Polizei und im Rettungsdienst, wo er mit herausragender Leistung besticht.
Der Vizsla
Magyar Vizsla...
an Mi 17. Mär 2010, 10:24 von: Jürgen Arndt
Gelesen: 40

[col]

Der Vizsla

Magyar Vizsla

Schulterhöhe: 53-64 cm
Anerkannt durch: FCI
FCI Gruppe: 7 Vorstehhunde



Der genaue Ursprung dieser ungarischen Jagdhunderasse ist schwierig auszumachen. Dieser Vorstehhund ist als Allroundhund gezüchtet ; er sucht sehr sorgfältig, markiert und apportiert Wild auf dem Land wie auch im Wasser. Vizsla sind freundliche Hunde, unterordnungsbereit, jedoch nicht geeignet für eine harte Erziehung.
|[block]Das Wesen wird durch den ungarischen Namen charakterisiert - Vizsla - was munter und aufmerksam bedeutet.

Besonderheit:
Diese Rasse ist eleganter als viele andere Gebrauchshunde. Bei der Suche sind sie „geduldig, selbständig und ausdauernd. Im Mantrailing wurden in der Rettungshundeakademie mehrere Vizsla erfolgreich ausgebildet. Sie sind sehr talentiert, ruhig und bedächtig. Sie erwiesen sich als selbständig denkende und sichere Suchhunde.

Foto: Gabriele Böhm
Gretchen
Der Bloodhound
St. Hubert Hound...
an Mo 15. Mär 2010, 19:26 von: Jürgen Arndt
Gelesen: 48


Der Bloodhound

St. Hubert Hound

Gewicht: 35 - 50 kg
Anerkannt durch: FCI
FCI Gruppe: 6 Lauf und Schweisshunde


Die Vorfahren des modernen Bloodhound können direkt bis auf das Kloster St. Hubert zurückverfolgt werden. Ursprünglich verfolgten sie auf kalter Fährte Großwild wie Wildkatzen oder Hirsch, arbeiteten auch die Fährten angeschweißten Wildes aus. Diese Hunderasse trug viel zur Zucht zahlreicher europäischer Lauf- und Schweisshunde bei, insbesondere für Schweisshunde mit guter Nasenveranlagung.
Seine Fähigkeit, auf kalter Fährte zu arbeiten, sie über viele Stunden sauber zu verfolgen, verhalf dem Bloodhound zu neuen Aufgaben. Polizei, Rettungsdienste und andere Behörden setzen ihn ein, Vermisste zu finden, entflohene Verbrecher zu verfolgen.

Besonderheit:
Eitel, vornehm, großartig, edel, sogar arrogant wirkend.
Da der Bloodhound für selbständiges arbeiten, und nicht für einen sklavischen Gehorsam gezüchtet wurde erscheint die Rasse etwas begriffsstutzig. Die Erziehung erfordert deshalb Geduld. Aufgrund seiner Eigenwilligkeit sollte man, um die Sicherheit des Hundes zu wahren, diesen nie ableinen. Gehorsam ist nicht seine starke Seite, aber legt man ihm eine Fährte, kann man nur noch mit Bewunderung daneben stehen.

Foto: Andreas Vogel
Inspektor Clouseau
http://www.westlaekenteam.de
Der Bayerischer Gebirgsschweisshund
Bavarian Mountain Hound...
an So 14. Mär 2010, 14:58 von: Jürgen Arndt
Gelesen: 53


Bayerischer
Gebirgsschweisshund


Bavarian Mountain Hound

Schulterhöhe: 45 - 50 cm
Anerkannt durch: FCI
FCI Gruppe 6: Lauf und Schweisshunde

Als Schweisshund werden solche Hunderassen bezeichnet die zum Zwecke der Verfolgung von Wundfährten des Wildes, gezüchtet wurden.
Der Bayerischer Gebirgsschweisshund wie auch sein Vetter der Hannoverischer Schweisshund sind planmäßig für die Aufgabe der jagdlichen Nachsuche gezüchtet. Selbst wenn der Schweisshund erst nach Stunden zur Nachsuche herbeigeholt wird, kann er die kalte Fährte über viele Kilometer verfolgen, und den Jäger zum Wild führen. Manchmal dauert eine solche Nachsuche über Tage, aber sie wird nie aufgegeben ehe das Wild gefunden ist. Für die Nachsuche erfordert es einen Hund mit vorzüglicher Nasenveranlagung und der Fähigkeit, auch alte Fährten sicher zu verfolgen.

Besonderheit :
Schnelligkeit und Geschicklichkeit, ruhig, bedächtig, selbständig denkend, Herrn und Familie sehr zugetan. Bei der Suche sind sie „geduldig, selbständig und ausdauernd“ Der Bayerischer Gebirgsschweisshund ist ein hochspezialisierter Schweisshund, um das Beste aus ihm zu machen, muss laufend mit ihm gearbeitet werden. Deshalb sind dies keine Hunde für den Gelegenheitsjäger oder Gelegenheitsmantrailer. Die meisten stehen im Besitz von Förstern, Jägern und Wildhütern.

Was aus eigener Erfahrung mit dieser Hunderasse sinnvoll ist. Dieser Hund gehört nicht in jedermanns Hände.
Der Wind
Erläuterungen zum Thema Wind...
an Sa 6. Mär 2010, 17:17 von: Reddog
Gelesen: 47


Der Wind

Erläuterungen zum Thema Wind:


Wind selbst kann man sich als Verlagerung von Luftteilchen vorstellen. Wenn sich Luftdruckgegensätze aufbauen, dann ist die Natur bestrebt diese auch wieder auszugleichen. Dies geschieht dadurch, dass die Luftteilchen von einem Hochdruckgebiet in Richtung eines Tiefdrucksystems fließen, denn in ersterem befindet sich mehr Luft. Der Wind weht allerdings nicht direkt vom Hoch in das Tief sondern auf einer abgelenkten Bahn um die Druckgebiete herum. Es gibt aber immer eine Komponente in das Tief hinein und aus dem Hoch heraus. Wie stark der Wind letztendlich ist, hängt davon ab, wie groß die Luftdruckgegensätze sind. Umso größer der Unterschied ist, desto kräftiger bläst der Wind.
Die Angabe der Windgeschwindigkeit kann auf verschiedener Art und Weise erfolgen. Die meisten Menschen, können mit der Einheit Kilometer pro Stunde etwas anfangen, weil es vom Autofahren her bekannt ist. Es gibt aber auch die Möglichkeit der Angabe in Meter pro Sekunde. Zur Umrechnung muss man
wissen, dass 1 m/s genau 3.6 km/h sind. Gerne wird auch die Einheit Knoten verwendet, das vor allem in den Windpfeilen in manchen Wetterkarten. Dort bedeutet ein kurzer Strich 5 Knoten, ein langer 10 Knoten und ein spitz zulaufendes Dreieck 50 Knoten. Die Umrechnung ist etwas komplizierter. Am schnellsten rechnet man die Knoten mal Zwei und zieht 10 Prozent des Wertes wieder ab. Das ist zwar nicht exakt, aber für den privaten Gebrauch ausreichend.

Häufig verwendet wird aber auch die Angabe Beaufort. Diese Angabe bezieht sich auf die Auswirkungen des Windes auf Wasseroberflächen oder auf Objekte an Land. Im Jahre 1806 hat ein gewisser Sir Francis Beaufort eine zwölfstufige Skala eingeführt um die Windgeschwindigkeit zu klassifizieren. Diese Einteilung hat bis heute Gültigkeit und es gibt, wie mancherorts zu lesen, offiziell auch keine Erweiterung auf 17 Stufen. Dies wurde nur vorübergehend einmal eingeführt aber 1970 von WMO wieder zurückgenommen.
KLUGER HUND - BEGRIFFSSTUTZIGER AUSBILDER?
Klassische Fehler bei der unsp...
an Do 4. Mär 2010, 18:21 von: Onlineredaktion
Gelesen: 52


KLUGER HUND - BEGRIFFSSTUTZIGER AUSBILDER?

Klassische Fehler bei der unspezifischen Ausbildung von Rettungshunden

Von Ulla Massen

Die Vielzahl der eingesetzten unterschiedlichen Hunderassen in den Rettungshunde-Staffeln gibt heute ein erfreulich facettenreiches Bild ab, im Gegensatz zu der Lage noch vor 15 Jahren. Nur in den Köpfen von vielen Ausbildern scheint die mit dieser Vielzahl zwangsläufig erforderliche differenziertere Ausbildung kaum Zugang gefunden zu haben. Viele der Ausbilder kommen aus dem Schutzhunde-Bereich. Entsprechend wenig sind diese Ausbilder darauf vorbereitet und daran gewöhnt, je nach Hundetyp und -Rasse unterschiedliche, aber dafür jeweils hochwirksame Methoden anzuwenden. Dies wiederum führt dazu, dass zahlreiche der höchst intelligenten Neigungen des speziellen Hundes nicht angesprochen werden. Wir erreichen dadurch Ergebnisse, welche weit unter denen liegen, welche durch eine an das Neigungsprofil des auszubildenden Hundes angepasste Ausbildung möglich sind

Ausbilder dürfen nicht Rassespezifisch eingestellt sein, das dient der Rettunshunde-arbeit überhaupt nicht . Natürlich muss der Ausbilder das Recht haben , in begründenden Fällen eine Aufnahme in die Ausbildung abzulehnen. Dies muss er dann aber auch verständlich begründen. Es ist ein leichtes, mit jeder Rasse vorab einen Tauglichkeitstest durchzuführen, mit dem die grundlegende Eigenschaften wie Suchfreude, Gehorsam, Freundlichkeit, Arbeitswille, Mut, Körpergrösse (in dieser Reihenfolge!) abgeprüft werden.

2.) Ein Klassifikationschema für Rettunghunde

Die für die Rettungsuche wichtigen Eigenschaften:

1. (autonome) Intelligenz
Suchfreude
Gehorsam
Freundlichkeit
Mut


sind eigentlich keine Rassenmerkmale, sondern eher Merkmale der Persönlichkeit , des Charakters des Hundes. Unter „Autonomen Intelligenz“ verstehen wir die Fähigkeit des Hundes, sich in einer neuartigen, aus dem Training her noch nicht bekannten Situation vernünftig zu verhalten. Ein Rettungshund benötigt ein hohes Maß an Selbstständigkeit , da die vielfältigen vor Ort angetroffenen Katastrophen-Szenarien unmöglich alle trainiert werden können. Die Suchfreude ist Voraussetzung für das erfolgreiche Auffinden der oft sehr schwierig verborgenen Opfer in einem langen Arbeitseinsatz und bei hoher Konzentration. Gehorsam muß der Rettungshund zeigen, wenn es gilt, sich gezielt durch ein Trümmerfeld oder die Fläche lenken zu lassen, unabhängig von Störeinflüssen wie fremde Personen, Wild im Wald, Geräusche, Rauch u.ä. Freundlichkeit ist die Voraussetzung für ein aggressionsfreies Verhalten in der Hunde- und Menschengruppe und angesichts sich beim Auffinden oft unkontrolliert verhaltenden Opfers. Mut erfordern die zahlreichen unnatürlichen Situationen wie Höhe, Feuer, Rauch und Lärm in denen sich der Hund sicher bewegen muß.

Die Züchtung der verschiedenen Hunderassen hat dagegen eher eine Optimierung und Spezialisierung für ein bestimmtes Aufgabenfeld im Auge:

der Jagdhund unterstützt den Jäger
der Hüte- und der Treibhunde schützt und treibt eine Herde
der Gebrauchshund bewacht und schützt Hof und Haus sowie seine Besitzer
der Begleithund ist Gesellschafter, Gouvernante und oft auch Partnerersatz


Ein für die Ausbildung zum Rettungshund geeigneter Hund vereinigt möglichst viele der charakterlichen Eigenschaften mit der durch die Züchtung und Rasse festgelegten Spezialisierung. Die Tabelle I versucht dies in einer groben Übersicht darzustellen. Es nicht mein Ziel ist, durch solche Vergleiche bestimmten Hunderassen die Fähigkeit zum Rettungshund abzusprechen. Ziel ist vielmehr, die in einer solchen Aufstellung sichtbaren Stärken und Schwächen zu erkennen und diese gezielt in einer spezifischen, d.h. an die Persönlichkeit UND an die Spezialisierung des Hundes angepassten Ausbildung zu berücksichtigen.



Tabelle I : Charakter-Merkmale und Spezialisierung .

XXX = stark ausgeprägt
X = schwach ausgeprägt
- = wenig vorhanden

Welcher Hund paßt zu mir?

Bevor wir die Frage „Welche Ausbildung passt zu welchem Hund” besprechen, gilt es die richtige Auswahl bei der Anschaffung des Hundes zu treffen. Jede erfolgreiche Führung eines Rettungshundes beruht auf einem hohen Maß an kommunikativer Übereinstimmung zwischen Hund und Führer, im weiteren Sinne natürlich auch zwischen dem Hund und dem Ausbilder. Eine überaus wichtige Entscheidung für den Rettungshundeführer ist daher die Anschaffung eines Hundes, welcher zu ihm passt.
Wir haben vorhin gezeigt, dass es nicht die Rasse ist, welche über die Eignung zum Rettungshund entscheidet. Viel wesentlicher als eine bestimmte Rasse ist die Erkenntnis, dass ich und mein Ausbilder je nach Rasse eine andere, angepasste Form der Ausbildung wählen muss. Die wichtigste Frage ist vielmehr: passe ich selbst mit meinen charakterlichen, persönlichen und körperlichen Eigenarten zu dieser bestimmten Hunderasse? Der zweite Schritt ist die gründliche Information über die spezielle, ins Auge gefasste Hunderasse. Es gibt heute genug und ausgezeichnete Fachbücher. Sprechen sie mit so vielen Hundehaltern als möglich über ihre Vorstellung. Hinterfragen sie auch die Schattenseiten einer bestimmten Rasse. Wenn Sie sich entschlossen haben, dann kaufen sie in jedem Fall bei einem Züchter und nicht bei einem Händler. Sehr anzuraten ist der Besuch einer Hundeausstellung . Hier haben sie die Möglichkeit, viele Rassen zu sehen und mit deren Besitzer zu sprechen und beide zu beobachten. Sie werden erkennen, wie Hund und Mensch zueinander passen. So schwer es auch ist, lassen Sie bei der Auswahl Ihres zukünftigen Rettungshundes erst den Verstand und dann erst das Herz sprechen. Je mehr Sie Ihren Hund verstehen, umso mehr dankt er es ihnen mit guten Leistungen bei der Rettungsarbeit.

4. Die an die Neigungen des Hundes angepasste Ausbildung.

Warum gehen viele Ausbilder so wenig auf die aus der Rasse und dem individuellen Charakter resultierenden Neigungen des auszubildenden Hundes ein? Durch diese im Rettungshundewesen immer wieder anzutreffende Einstellung gehen uns viele Hunde für den Rettungsdienst verloren. Ich zeige dieses Fehlverhalten am Beispiel der Ausbidlung der Anzeige auf.

In der Flächensuche gibt es nach der Prüfungsordnung drei verschiedene Arten, das gefundene Opfer anzuzeigen. Ich kann den Hund je nach Begabung und Neigung ausbilden zum:

Verbellen am Opfer
Bringsler
Rückverweiser


Die meisten Ausbilder versteifen sich auf das Verbellen, weil bei der Trümmersuche nur das Verbellen eingesetzt werden kann. Sie sind der irrigen Meinung, daß ein Rettungshund nur für eine Anzeigeart ausgebildet werden kann. Das Verbellen ist die einzige Anzeigeart, welche bei der Trümmersuche und bei der Flächensuche eingesetzt werden kann. Also wird nur das Verbellen trainiert.

Ich weiß aus langjähriger Erfahrung, dass es Hunde gibt, welche nur sehr ungern bellen. Ein Schutzhund setzt im Schutzdienst das Bellen als aggressive Vorwarnung gegen den feindlichen Angreifer oder Eindringling ein. In der Rettungshundesuche muß er lernen, daß das gefundene Opfer kein Feind ist, daß man es nicht packen darf. Trotzdem soll er den Fund durch Verbellen melden, ohne daß er aggressiv werden darf. Der Hund befindet sich in einer typischen Konflikt-situation; er bellt daher schlecht oder zögerlich oder gar nicht. Oft zwickt er dann in seiner Verlegenheit das gefundene Opfer, ein natürlich für das verängstigtes Opfer unmögliches Verhalten. Hier wäre es sehr viel sinnvoller, dem Schutzhund das Bringsel Verfahren beizubringen. Diese baut auf der auch bei einem Schutzhund gut ausgebildeten Apportierfreude auf. Das Auffinden und Melden des Opfers durch Apportieren des Bringsels ist für den Hund eine freudige, nicht-aggressive, spielerische Handlung welche er gerne verrichtet. Er wird daher in kurzer Zeit diese Technik beherrschen. Es gibt wiederum andere Hunde, welche gern beim Opfer freudig bellen, ohne daß sie dies mit Aggressivität verknüpfen Diese sind die geborenen Beller.

Ich habe zahlreiche Jagdhunde zum Rettungshund ausgebildet. Diese Hunde sind überaus freundlich, neugierig und durch Streicheln und Futter zu belohnen. Der Rückverweis baut auf dieser Neigung auf. Der Hund hat das Opfer gefunden , kommt stolz zu seinem Führer zurückgelaufen um den Fund zu melden und ihm diesen zu zeigen. Es ist für ihn daher logisch, seinen Führer zu dem Opfer hinzuführen um dort sein Lob zu empfangen. Dieses Eingehen auf die Neigung des Hundes wird ja auch von der Prüfungsordnung ausdrücklich zugelassen.

Wie kann ich nun die Neigung des Hundes für eine der Anzeigearten erkennen, ohne alle drei Anzeigarten ausprobieren zu müssen? Hier spielt man mit dem Hund mit vielen verschiedenen Spielsachen wie Bälle, Stöckchen usw. Bitte nicht den Hund auf Beute motivieren durch aggressives Packen und Zerren an Stofffetzen, Stöcken o.ä. Beim spielen lerne ich meinen Hund und seine Neigungen am besten kennen:
a) Bellt er gerne beim Spiel, so bilde ich ihn als Beller aus
b) Bringt er gerne, so bringe ich ihm das Bringseln bei
Macht er beides nicht gerne, kommt aber gerne zu mir zurück, so
bilde ich ihn als Rückverweiser aus

In keinem Fall setze ich bei einem Spiel die Beißwurst ein. Hierdurch würde ich den Boden vorbereiten für einen Beller, welcher sein gefundenes Opfer packt und zwickt. Ein Hund, welcher gerne zwickt, wird von mir als Bringsler ausgebildet. Dadurch, dass er das Bringsel ins Maul aufnimmt, kann er nicht zwangsläufig mehr beißen. Gleichzeitig wirkt das Bringsel wie ein beruhigender Schnuller.

Zusammenfassung

Die Eignung zum Rettungshund wird viel weniger durch die spezifische Rasse als durch die persönlichen und charakterlichen Eigenschaften des Hundes vorgegeben. Wenn die Persönlichkeit des Hundeführers und des Hundes zueinander passen und wenn der Ausbilder seine Ausbildung an die speziellen Neigungen des Hundes anpasst, so können wir fast alle Hunde zu guten Rettungshunden machen. Diese Anpassung verlangt eine innige Beschäftigung mit jedem Hund als Individuum und eine Abkehr von vielen gängigen, aber trotzdem falschen Meinungen.
Mantrailing
Die neue spezielle Form der Su...
an Mi 3. Mär 2010, 09:02 von: Jürgen Arndt
Gelesen: 46


Mantrailing

"Mantrailing" heißt die neue spezielle Form der Suchhundeausbildung. Jeder Mensch verliert permanent mikroskopisch kleine Hautschuppen. Diese werden durch Bakterien zersetzt - so entsteht der individuelle Geruch eines Menschen, den die Hunde aus allen anderen Gerüchen herausfiltern können, wenn sie darauf angesetzt werden.
Immer dann, wenn der letzte Aufenthaltsort eines Gesuchten Person bekannt ist, werden diese Mantrailing- Hunde ( Personensuchhund ) eingesetzt. Noch nach mehreren Tagen nach dem Verschwinden der Gesuchten Person ist die Geruchsspur für die Mantrailing-Hunde erschnüffelbar. Bei langen Suchen über mehrere Kilometer wechseln sich die Hunde ab, wie man dieses durch einen Staffellauf kennt. Ausgebildet werden solche Hunde in der Rettungshundeakademie, Polizei und in den Rettungshundestaffeln der Hilfsorganisationen.

In den Hundeschulen wird das Funtrailing (Freizeit Trailing) durchgeführt. Dieses ist nicht mit den Leistungsfähigkeiten eines echten Mantrailing- Hund zu vergleichen. Dennoch sind die Grundlagen der Ausbildung ähnlich.
ZUR ETHOLOGIE DES HUNDES
Ethologische Grundlagenforschu...
an Di 2. Mär 2010, 21:31 von: M.Drobig
Gelesen: 56


ZUR ETHOLOGIE DES HUNDES

Von Dr. Dorit Feddersen-Petersen

"Ich bin der Ansicht, dass wir eine tiefsinnige und nachdenkliche Verhaltensforschung benötigen, um den Leuten aufzeigen zu können, was sie Nicht-Menschen antun, und ihnen ihre moralische und ethische Verpflichtung den Tieren gegenüber bewusst zu machen" (MARC BEKOFF 1997).

Ethologische Grundlagenforschung an Haushunden hat einen sehr hohen Anwendungswert. Sie ist stets als tierschutzorientiert zu verstehen, hilft doch allein ein vertieftes und erweitertes Wissen, Tiere zu schützen. Menschen und Tiere sind Teil derselben Welt, dieses sollten wir nie vergessen. Menschen und Tiere sind auf vielen Ebenen ganz tief miteinander verbunden. Wenn wir Tiere für unsere Interessen instrumentalisieren, sie aus kommerziellen Gründen oder zu unserer Belustigung "gebrauchen", sie so vom Säugetier Mensch trennen und als den Menschen unterlegen ansehen, dann werden wir es sein, die einst die Tiere mehr vermissen, als die überlebenden Tiere gerade uns.
Wir müssen erkennen, dass wir nicht nur ein integraler Bestandteil der Natur sind, sondern darüber hinaus noch eine einzigartige Verantwortung der Natur gegenüber haben. Wir haben ein Tierschutzgesetz, das uns anweist, Tiere direkt zu schützen. Indirekter Tierschutz jedoch ist nach wie vor nicht selten. Immer wieder handeln wir anthropozentrisch ( anthrop (griech.) = Mensch als solcher, Mann und Frau), sehen also den Menschen als zentralen Grund, wenn wir Tiere aus ureigenen menschlichen Interessen gut behandeln, nicht etwa, weil wir Mitgeschöpfe in ihnen sehen, die wir schützen wollen. Ethischer Tierschutz gebietet, dass Hunde unter Wahrung des Wohlbefindensschutz zu behandeln, so auch auszubilden sind. Wohlbefindensschutz umfasst neben dem Schutz des Tieres vor körperlichem Schmerz und vor Schäden auch Schutz vor Leiden, die ja psychische Korrelate umfassen, die das Empfinden ansprechen. Qualifizierte Ausbildung von Hunden fordert vom Trainer ein umfassendes Wissen zur Ethologie ("Lehre von den Sitten und Gebräuchen der Tiere", Lehre vom tierlichen Verhalten, ab).
Der Tierhaltungsparagraph unseres Tierschutzgesetzes (Fassung vom .06.1998), §2, Abs. 1, wird als Magna Charta aller jener Tiere bezeichnet, die sich in Menschenhand befinden. Mit den Erfordernissen der Artgemäßheit und Verhaltensgerechtheit wollte der Gesetzgeber den Erkenntnissen der Verhaltensforschung in dem gebotenen Umfang Rechnung tragen. Eine höhere Berücksichtigung wissenschaftlicher Erkenntnisse gehört zu seinen Wesenszügen.
Nun sind Haustiere schwerlich "artgerecht" zu behandeln, auch "haustiergerecht" vermag nicht zu überzeugen. Gerade für Hunde, die in so großer Variabilität auftreten, man denke an eine Dogge und einen Chihuahua - und deren höchst unterschiedliches Verhalten, wären "rassegerechte Behandlungen" zutreffender. Der Ausdruck "tiergerecht", der sich auf ein Tier und dessen spezielle Verhaltensbedürfnisse in seinem ganz speziellen Wirklichkeitsausschnitt bezieht, ist vielleicht objektiver, da die Beurteilung sich auf ein spezielles Tier mit einer speziellen Verhaltensentwicklung und bestimmten Lebensumständen bezieht.
Trotz der zunehmenden verhaltensbiologischen Arbeiten an Wild- und Haushunden, ist das Wissen vieler Hundehalter lückenhaft bzw. besetzt mit "Althergebrachtem". Beispielhaft sei der "angeborene Welpenschutz" genannt, den jeder "instinktsichere" Hund haben muss - und der sich auch auf menschliche Säuglinge ausweiten lässt. Eine Legende, die bereits fatale Folgen hatte. Jeder Hund muss lernen, mit Welpen wie mit insbesondere mit kleinen Menschen umzugehen.
Ein erwachsener Hund, der nie Kleinkinder kennenlernte, wird sie nicht schützen. Sie werden ihm lästig werden, vielleicht hat er Angst vor ihnen, versucht auszuweichen. Vielleicht wird er sich ihrer erwehren. Legenden sind gefährlich. Es gibt immer wieder Eltern, die Hund und Kleinkind allein lassen, nicht über die Gefahr einer Rivalität zwischen Hund und dem Baby, dem die Aufmerksamkeit der Familie gilt, zu denken. Der Hund möchte die ungeteilte Aufmerksamkeit zurück, er ist ein hochsoziales Wesen. Das Kleinkind ist ihm im Wege. Durch Nichtwissen kann sich Schreckliches ereignen. Reißerische Presseberichte über die vermeintliche "Bestie" und politische Profilierungen helfen nicht weiter.
Unser Ausdrucksverhalten kann Hunden sehr geläufig werden, sie wissen über unsere Stimmungen mehr als uns bewusst ist, lernen unsere Signale bzw. Sinngehalte, die über Mimik und Gestik hinausgehen (Art des Sprechens, Bewegungsweise, Gesichtsausdruck) schnell und präzise kennen. Über Gestaltwahrnehmung und Metakommunikation geben wir ihnen so oder so etliche Botschaften. Geschieht dieses bewusst zur Verständigung, indem bestimmte Bewegungen mit bestimmten akustischen Hilfen verknüpft, bei gewünschter Reaktion des Hundes belohnt werden, ist letztendlich eine Kommunikation über kleinste Zeichen zu erreichen. Denn Hunde achten auf uns, reagieren zudem stark auf verbales Lob, das ihnen die Zugehörigkeit zur Gruppe versichert, und lernen im sozialen Bereich sehr viel. Hunde scheinen gerade im sozialen Bereich äußerst intelligent zu sein, insbesondere hier gibt es etliche Fallbeispiele für spezialisierte Mechanismen sozialen Lernens.
Da Hunde einer ausgesprochen sozialen Art angehören, überraschen diese besonderen Fähigkeiten nicht sehr. Die Fähigkeit von Individuen, sich an das Verhalten anderer anzupassen, hat ja große Vorteile für soziale Caniden. So ist davon auszugehen, dass diese herausragende Lernbegabung der Haushunde auf entsprechende Lernfähigkeiten des Wolfes zurückzuführen sind, auf Fähigkeiten, die eine Auslese im Hinblick auf soziale Fertigkeiten widerspiegeln. Wölfe können sich nicht auf vorprogrammierte Reaktionen "verlassen". Sie müssen lernen, wer wem gegenüber dominant ist, sich erinnern, was sich zwischen bestimmten Individuen des Rudels ereignete, die Veränderungen von Beziehungen unter Rudelmitgliedern registrieren und speichern, wissen, wer wem was getan hat.
Individuen, die sich hier besonders hervortaten und - tun, haben den größten Fortpflanzungserfolg, was die Selektion besonderer Lernfähigkeiten begünstigt. Hunde werden üblicherweise vom Menschen zur Fortpflanzung ausgewählt und durch gezielte Zuchtwahl genetisch verändert. Diese begünstigt nicht immer ihre soziale Intelligenz. Wenngleich sozial anpassungsfähige Individuen gewünscht werden, so wird dieses Merkmal doch selten für die Zuchtauswahl geprüft bzw. berücksichtigt. Ausgenommen sind Rassen, deren Zuchtwahl bestimmte, z.T. hochkomplexe Lernleistungen fordert. Dennoch ist als allgemeingütig festzuhalten, dass Hunde als wölfisches Erbe und als Ergebnis der Domestikation insbesondere Fähigkeiten erwarben, über ihr soziales Umfeld zu lernen. Und hier geht es vorzugsweise um den Menschen, der ihr Hauptsozialpartner wurde.
Meine Ausführungen sollen hilfreich sein, Ausdrucksverhalten unter Hunden in seinen facettenreichen Variationen von Aktionen und Reaktionen kennenzulernen. Ganz so einfach ist ihr Ausdrucksverhalten nicht, es gibt zahllose situative Variationen und Änderungen durch ihre unterschiedliche Jugendentwicklung. Zudem unterscheiden sich die vielen Rassen, die ja aufgrund ihres teilweise extrem unterschiedlichen Aussehens und der damit einhergehenden Ausdruckseinbuße Reduktionen in Mimik und Körpersprache aufweisen. Und auch Rassen mit ähnlich anmutenden Ausdrucksmöglichkeiten, fallen durch ein variables Verhalten selbst in diesem Bereich auf, der am ehesten als genetisch determiniert anzusehen ist. Grundsätzlich jedoch, gibt es Übereinstimmungen.
Mein Leitgedanke bei der Erarbeitung des Vortrags liegt in der Vermittlung des Wiedererkennungseffekts: "Das macht mein Hund auch so - und ich hielt es für gefährlich und half ihm ...." vielleicht in Situationen, die erst durch das Eingreifen problematisch für ihn wurden. Kennt der Hundehalter die angeborenen Rituale hundlichen Umgangs miteinander, die ja grundsätzlich sehr ähnlich oder gleich sind, in Feinheiten jedoch von Rasse zu Rasse variieren können, weiß er zudem um ihre Funktionen, so kann er auch decodieren, was sein Hund von anderen Hunden oder von ihm will. Ritualisierte Missverständnisse zwischen Hund und Mensch werden sich nicht entwickeln und die Voraussetzungen für eine entspannte Beziehung sind gegeben. Denn natürlich verhundlichen Hunde den menschlichen Sozialkumpan.
Und besinnen wir uns dann auf unser eigenes, recht reichhaltiges Ausdrucksverhalten, das Hunde genau beachten und kennen, ob es uns nun bewusst ist oder nicht, dann gibt es eine Fülle stimmlicher, optischer oder taktiler Reize bzw. deren Kombinationen, die wir mit ganz bestimmte Situationen und / oder hundlichen Verhaltensweisen assoziieren können, damit der Hund unser Anliegen an ihn verstehen zu lernen beginnt.
Diese Verständigung ist nicht allein tiergerecht, da sie auf angeborenen Anteilen des hundlichen Sozialverhaltens basiert und sich des hundlichen Lernverhaltens bedient, sie ist auch deshalb so s effektiv. Erleichternd kommt beim Hund, dem Sozialkumpan des Menschen, einem besonderen Haustier, das sehr enge Beziehungen zum Menschen entwickelt, hinzu, dass er eine ausgeprägte Affinität zum Menschen wohl auf genetischer Basis entwickelte, in dem langen Zeitraum der Domestikation.
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